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Klamms Krieg an der Realschule

Am 5.Dezember 2018 erlebten die Klassen 10a und 10f die Theateraufführung im Klassenzimmer von „Klamms Krieg“: Ein Schüler hat die Abiturprüfung nicht bestanden und sich umgebracht. Eine Klasse macht den Deutschlehrer Klamm dafür verantwortlich, denn mit einer etwas besseren Note wäre der Schüler durchgekommen. Die Klasse schreibt eine „Kriegserklärung“, in der sie Klamm vorwirft, an dem Tod des Schülers schuld zu sein. In seinem Unterricht in dieser Klasse trifft Lehrer Klamm auf eine Mauer des Schweigens. Er nimmt zu den Vorwürfen Stellung – eine Reaktion seitens der Klasse oder Einzelner unterbleibt. Lehrer Klamm bestreitet die Schuld am Selbstmord des Schülers, weist aber darauf hin, dass dieser Schüler die Prüfung so ernst genommen hat, dass er durch sein Versagen keine anderen Ausweg sah, als sich das Leben zu nehmen. So prallen zwei unversöhnliche Ansichten aufeinander, es gibt nur eine vordergründige Lösung: Lehrer Klamm muss sich einer Operation unterziehen, die Klasse erhält einen anderen Deutschlehrer. Es bleiben die Fragen im Raum stehen: Wie wichtig ist jeder einzelnen Person die Abschlussprüfung? Wrlchen Einsatz ist sie bereit, für das Bestehen zu bringen?

Die Nachbesprechung mit dem Schauspieler begann etwas schleppend, wurde dann aber später sehr lebhaft.  Dabei ging es auch um die persönlichen Vorstellungen: Weiter auf die Schule gehen? Eine Lehre anfangen? Welches Berufsziel schwebt mir vor? Gedanken, die in einer Abschlussklasse ja durchaus angebracht sind. Jedenfalls hinterließ die Aufführung bei den Teilnehmenden einen tiefen Eindruck.