Nagolder Realschüler ausgezeichnet

CHR zweitbeste Schule des Landes beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

(c) Körber-Stiftung / Werner Kuhnle

(c) Körber-Stiftung / Werner Kuhnle

Die baden-württembergische Kultusminister Susanne Eisenmann und der Vorstand der Körber-Stiftung, Dr. Thomas Paulsen haben sieben Nagolder Realschüler bei der Landespreisverleihung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten in Stuttgart ausgezeichnet. Mit einem Landessieg wurden Paulina Held und Hannah Kurz für Ihre Stadtführung durch Nagold über die Opfer und Täter der NS-Euthanasie und Judith Stängle für ihre Forschungen über das Tagebuch ihrer Urgroßmutter im ersten Weltkrieg geehrt. Einen Förderpreis erhielten Anna Pajdakovic für ihre Stadtführung „Das Kriegsende in Nagold“ und Kevin Katz, Martin Braunhuber und Konrad Haizmann über „Hochdorf im Nationalsozialismus“.

 

Aus Baden-Württemberg wurden beim Geschichtswettbewerb 229 Beiträge von 629 Schülerinnen und Schüler eingereicht. Mit zwei Landessiegen und zwei Förderpreisen ist die Christiane Herzog-Realschule was die Anzahl der Preise angeht die beste nichtgymnasiale Schulart und zweit beste Schule insgesamt in Baden-Württemberg.

 

Ans Ausruhen denken die Schülerinnen und Schüler jedoch nicht. Zielgerichtet arbeiten die Hochdorfer Schüler, die im Sommer die Mittlere Reife abgelegt haben und jetzt auf Beruflichen Gymnasien in Nagold sind, an einer Buchpublikation zu „Hochdorf im Nationalsozialismus“ und werten gerade ihre letzten Archivbesuche aus.

Auch die Schülerinnen der Klasse 10b arbeiten daran, wie sie ihre Stadtführung-Konzepte zum Thema „Nagold zur Zeit des Nationalsozialismus“ im Herbst der Öffentlichkeit vorstellen können. Und die jüngste Preisträgerin, Judith Stängle, die für die Arbeit das Tagesbuch ihrer Urgroßmutter im Ersten Weltkrieg in Ulm auswertete, blick schon auf zukünftige Herausforderungen. Im Archiv ihrer Familie liegen die Liebesbriefe ihrer Urgroßmutter und ihres Urgroßvater. Das spannende Thema könnte lauten: Wie wurde in den 1920er und 1930er Jahren eine Ehe angebahnt? In dieses sehr persönliche Thema möchte sie sich in den kommenden Monaten einarbeiten.